Alles über die Romane von Heinrich Eichenberger

 
Hubert W. Holzinger Verlag, Berlin - Protagonisten
Dr. Heinrich Eichenberger, Autor und Geheimdienstmann

Der Autor Dr. Heinrich Eichenberger

»Allen Geheimdiensten dieser Welt ist gemein, dass sie Geld kosten und ihr Nutzen schwer zu beziffern ist.«

Heinrich Eichenberger

- Porträt und Hintergrund - 

»Mit Laserkanonen auf Spatzen schießen, und literweise Whisky trinken...«

Dr. Heinrich Eichenberger, Jahrgang 1935, studierte in St. Gallen und Fribourg Ökonomie und Jura. Damit begann seine Karriere bei Nestlé als Manager Operations Research.

Anschließend leitete er den Aufbau der Heberlein Computer Service AG, bevor er zwölf Jahren lang bei der Firma Schindler konzernweit eine entscheidende Einflussnahme auf Auswahl, Job Rotation und Förderung der Führungskräfte ausübte.

Später wurde er Senior Officer von Korn/Ferry International, dem weltweiten Branchenleader in Executive Search. Managing Partner und Chairman von Korn/Ferry Schweiz.

Seit einigen Jahren ist Heinrich Eichenberger unabhängiger Consultant für Business Investigations und Mitglied der amerikanischen Society of Competitive Intelligence Professionals SCIP.

Nicht zuletzt wegen seiner früheren Erfahrung als Leiter eines Nachrichtendienstes und seiner ausgewiesenen Professionalität sowie dem weltweiten Beziehungsnetz ist Eichenberger heute ein erfolgreicher Firmenberater in sensitiven Bereichen.

Heinrich Eichenberger bietet seine Beratungen vor allem größeren und mittleren Unternehmen an. Bei allen Klienten ist individuelles, persönliches und diskretes Vorgehen gefragt.

Eichenberger schaute sich früher jeden James Bond Film an. Sein Fazit: »Es sind heute auf Unterhaltung getrimmte Shows mit viel technischen Effekten, aber ohne jeden ernsthaften Informationsgehalt. So jedenfalls funktionieren Geheimdienste nicht.«

Wie Geheimdienste funktionieren, wie der Apparat denkt, operative Vorgänge eingeleitet und durchgeführt werden, machen seine Agentenromane deutlich.

Eichenberger hat sich zur Aufgabe gemacht, mit seinen Büchern intelligent und angenehm zu unterhalten, aber dabei auch zu informieren und über Zusammenhänge aufzuklären.

Wer erwartet, dass seine Agenten am frühen Morgen Whisky trinken, mit einem Panzer durch Moskau fahren, mit Laserkanonen auf Spatzen schießen, Menschen zerstückeln aber keine Zigaretten rauchen, wird enttäuscht. Die Romane Eichenbergers operieren mit Menschen und deren Eigenheiten, sprich: Schwächen, Launen, Laster  und Stärken. Und das in dieser Reihenfolge.

Eichenberger vergleicht Geheimdienste mit Finanz- oder Versorgungsämter und ergänzt: »Nur die Kantinen sind nicht öffentlich zugänglich.«

Hier zeigt sich einer der vielen Widersprüche zur Vorstellungswelt des Normalbürgers. Dieser kennt und verabscheut im Allgemeinen die Behörden, doch über den Geheimdienst fabuliert sich in den Köpfen schnell eine paramilitärische Organisation zusammen, in der die unbesungenen Helden der Nation aus Kommandozentralen gesteuert werden.

Der tatsächliche Agent, so Eichenberger, erscheint auf keiner Gehaltsliste einer Bürokratie. Er ist im wahren Leben Unternehmens-, Marketing-, Personal-, Kommunikationsberater, Detektiv, Botschaftsangestellter, Handelsvertreter, Entwicklungshelfer, Journalist, Militärangehöriger usw. Und dabei spielt es keine Rolle ob man über den BND, die CIA, den MI6 oder den FSB redet. Immer sind große Teile der operativen Geheimdienstarbeit informell, outgesourced, wie es neudeutsch heißen mag.

Und eine Stufe weiter unten operieren unauffällige Personen wie Pizzafahrer, Handlanger, Hausmeister, usw., aber auch Prostituierte, Bardamen, Tagediebe, Kleinkriminelle... und selbstverständlich bleibt denen ihr eigentlicher Auftraggeber verborgen.

Keine Frage, dass Derartiges keine Schlagzeilen in die Zeitung liefert und nicht in den Parlamenten diskutiert wird.

Eichenberger schafft es in seinen Romanen, diese informellen Strukturen zu personalisieren. Auch seine Protagonisten sind informell tätig und in keine administrative Struktur eingebunden. Die Spiele heißen: Spion gegen Spion, Spion gegen Apparat und seine Weisungen, Spion gegen Spesenabrechnung und Spion gegen die Widrigkeiten des ganz normalen Alltags.

Bleibt dann noch etwas Zeit, kann es schon vorkommen, dass die Pistole des Agenten in der Fresse eines Verbrechers landet, die Prostituierte auf der Toilette verhört wird, der Kellner mit 1.000 Dollar bestochen wird usw. Doch all dies steht im freien Ermessen und geht auf das Risiko des Agenten. Nie kann er sich sicher sein, dass ihn der Apparat im Ernstfall decken würde, seine Ausgaben erstatten, sein Vorgehen billigen, immer heiligt der oft diffuse Zweck die Mittel.

Und derweil sehnen sich die Leser doch so sehr nach Identifikation mit dem Helden, der klaren Führung und dem finalen Showdown in dem das Gute siegt.

In den Romanen von Eichenberger aber siegt das Leben so wie es ist: vielschichtig, ambivalent, im Zweifel ungerecht.

Da die Romane mit viel englischem Humor und augenzwinkernd geschrieben sind, kann man sich beim Lesen aber auch nur amüsieren und unterhalten.

So gesehen, bleibt Eichenberger seiner Profession als Geheimagent treu, wer nicht Bescheid wissen will, darf im Glauben bleiben, alles wäre Fiktion.

Eichenberger: »In einer Welt voller Narren steht die Wahrheit oftmals im Dienste der Lüge.«

Zu jedem seiner Romane gibt Eichenberger ein Interview und erklärt die Hintergründe:

 

-Interview zu »Siegermacher«:
»Ich habe meine Waffe zurückgegeben.«
-Interview zu »Faule Eier«:
»Auch das Absurde ist geheime Verschlusssache!«

 

Erfahren Sie mehr über die Arbeit und Möglichkeiten des Spiels »Spion gegen Spion« in unserem Geheimdienstlexikon.

 
 
 
Das Zimmer des Agentenführers: Sir Alec

-Sir Alec

Richard, ein informeller Agent des MI6

-Richard

Mercedes, eine rassige Frau an der Seite von Richard
 

-Mercedes

 

Sharon, die tüchtige Sekretärin von Sir Alec

-Sharon

 

-Hintergründe

 

 
Bücher
Der Siegermacher, ein Agententhriller zwischen Fakten und Fiktion

Heinrich Eichenberger:
Der Siegermacher
Agentenroman
©2008, 406 Seiten
broschiert 21x14,3 cm
ISBN
978-3-926396-70-9
19,00 Euro / 29,90 SFR

 

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Faule Eier, ein neuer Fall für Sir Alec

Heinrich Eichenberger:
Faule Eier
Agentenroman
©2009, 304 Seiten
broschiert 21x14,3 cm
ISBN
978-3-926396-72-3
19,00 Euro / 29,90 SFR
 

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Autor
Heinrich Eichenberger, Geheimdienstmann und Autor

-H. Eichenberger

 
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